Online Punk

Online Punk

SOZIAL in den Medien – der Weg zu mehr Engagement

Das „Social“ in Social Media wird gern vergessen. Es kommt nicht darauf an, die Community mit so viel Text und Information wie möglich zu versorgen. Es geht vor allem auch darum, die Community in das Unternehmensgeschehen mit einzubeziehen. User sollen Aufmerksamkeit bekommen und die Möglichkeit haben, mit der Marke zu interagieren. Leider haben das viele Unternehmen noch nicht verstanden und verschenken ihr Potential in der Social-Media-Welt. Dieser Beitrag soll Marketern helfen, zu verstehen, wie wichtig der Auftritt auf den Plattformen ist und wie man sich dem Kunden dabei am besten präsentiert.

Um erst einmal an das Thema Engagement in Social Media heranzuführen: Was bedeutet Social Media überhaupt? Der Fokus liegt hierbei auf dem Wort „Social“. Übersetzt also „Sozial“. Die Bedeutung dieses Wortes bezieht sich meist auf die Gesellschaft, das Zusammenleben und den Umgang mit Menschen, oder gleicht den Eigenschaften von Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Gemeinnützigkeit. All das lässt sich auf die heutigen Medien übertragen. Aus der Sicht des Marketers geht es darum, neue Beziehungen zu Kunden aufzubauen und die bestehenden zu pflegen. Das Wort „Engagement“ bezieht sich dabei auf die Interaktionen mit diesen und steigert die Glaubwürdigkeit der Marke.

Viele Unternehmen auf Facebook, Instagram, Twitter & Co haben dies noch nicht verstanden und nutzen ihre Profile ausschließlich für einseitige Kommunikation, ohne den Nutzer mit einzubeziehen. Informationen werden unstrukturiert verbreitet, ohne dabei auf die richtige Zielgruppenansprache und den „Call to Action“ zu achten. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten, wie der Nutzer mit dem Unternehmen interagieren kann. Zum Beispiel:

  • Likes
  • Follows
  • Shares
  • Kommentare
  • Retweets
  • Click-Throughs

Mit diesen Kennzahlen kann das Unternehmen gleichzeitig die Effektivität der Kampagne messen und ermitteln, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden.

Es gibt einige Tipps und Tricks, bei deren Beachtung man auf einen erfolgreichen Social-Media-Auftritt zusteuern kann:

Ein guter Plan

Wenn man sich im Vorfeld einen Kampagnenplan erstellt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dem Nutzer einen Mehrwert bieten zu können. Aber auch für das Unternehmen selbst bringt ein im Vorfeld gefertigter Plan Vorteile, und sei es nur ein besserer Überblick der eigenen Onlineaktivitäten.

Zielsetzung

Von anderen innerbetrieblichen Unternehmensstrategien schon lange bekannt ist die Zielsetzung. Denn nur so kann man sich effektiv an einen Plan halten. Und jeder Plan setzt ein Ziel voraus. Hier muss man sich überlegen, was die Follower dazu bewegen soll, zu interagieren. Hat man sich einmal ein Ziel gesetzt, kann man die Ausrichtung der Kampagne und die Maßnahmen im Vorfeld leichter bestimmen. Mögliche Zielsetzungen sind:

  • Feedback zu den eigenen Produkten oder Kampagnen einholen
  • Leads finden und pflegen
  • Die Markenwahrnehmung in der Öffentlichkeit verändern
  • Bereitstellen von Informationen, die den Kunden auf seinem Weg zum Kauf von Station zu Station begleiten.

Zielgruppe kennen

Zielgruppendefinition ist ein altbekanntes Thema, das trotzdem noch oft unterschätzt wird. Um die Zielgruppe genau zu kennen, muss man sich zuvor eine Weile mit ihr beschäftigt haben. Hier gilt es, herauszufinden, welche Bedürfnisse sie hat, ihr zuzuhören und zu überlegen, wie man als Marke diese Bedürfnisse über Social Media befriedigen kann. In erster Linie ist auch hier wieder die Interaktion wichtig. Man muss den richtigen Content und die richtigen Tools beisteuern, um die Zielgruppe zum „Mitmachen“ anzuregen. Auf dieser Basis lässt sich anschließend eine geeignete Kampagnenstrategie erstellen, die ausreichend Engagement hervorruft.

Guter Content

Wenn man sich mit der Zielgruppe beschäftigt und herausgefunden hat, was den Followern im Netz gefällt, ist es einfacher, guten Content bereitzustellen. Hierbei gilt die Regel:

Guter Content = Mehrwert für den Kunden = Mehrwert für das Unternehmen

Tools für guten Content sind zum Beispiel:

  • Fotobearbeitung: Diese lässt den Content attraktiver erscheinen und der Marketer hat die Möglichkeit, den Look eines Bildes dem Unternehmen anzupassen
  • GIFs: die animierten Bilder dienen zur Unterhaltung und werden als Unterstützung in Konversationen genutzt

Aktualität

Ein allgemeiner, essenzieller Punkt bei der aktiven Verwendung sozialer Medien ist die Aktualität. Jeder Zielgruppe gefällt es, wenn das Unternehmen auf dem „neuesten Stand“ ist und weiß, was gerade in der Welt passiert. Darum ist es wichtig, aktuellen Trends und Ereignissen zu folgen und stets über wichtige Geschehnisse informiert zu sein. Posts über Trendhashtags, aktuelle Sportveranstaltungen, popkulturelle News oder Feiertage sind Garanten für Engagement. Beiträge darüber sprechen die breite Masse an und zeugen von Aktualität und Glaubwürdigkeit.

Interaktion alias Engagement

Was man unter Social Media Engagement versteht, wissen wir nun. Allerdings gibt es zwei unterschiedliche Arten der Interaktion auf sozialen Plattformen:

Reaktives Engagement: darunter fällt das Beantworten von Nachrichten, Kommentaren oder Erwähnungen auf anderen Seiten. Hierbei sollte man sich im Vorfeld überlegen, WANN und WEM man antwortet. Soll jede einzelne Nachricht beantwortet werden? Soll man auf jeden einzelnen Kommentar reagieren? Es hängt natürlich auch immer davon ab, wie viele Interaktionen man schlussendlich erreicht und wie relevant diese sind. Außerdem kann man festlegen, ob bestimmte Nachrichten direkt an eine andere Abteilung weitergeleitet werden sollen, beispielsweise zum Support.

Proaktives Engagement: Hiermit ist die Interaktion durch Eigeninitiative gemeint. Das heißt: Das Unternehmen macht den ersten Schritt auf die User zu. Um zu sehen, wo die Zielgruppe unterwegs ist und was über die Marke gesprochen wird, gibt es diverse Tools.

Wer sich diese Anhaltspunkte zu Herzen nimmt, ist auf dem besten Weg zur erfolgreichen Interaktion mit bestehenden und zukünftigen Followern.