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Pinterest als Marketinginstrument – Werbeanzeigen sind nun ENDLICH möglich

Während innerhalb des englischsprachigen Raums Werbeanzeigen über Pinterest schon länger möglich sind, soll die Plattform mit dieser Geschäftsidee nun auch nach Deutschland expandieren. Aber was ist dran an dem Vorhaben und in wie fern bietet es Werbetreibenden eine neue Chance ihre Produkte an den Mann zu bringen?

Was ist Pinterest?

Pinterest ist eine Social-Media-Plattform und dient als visuelle Suchmaschine. Nutzer haben die Möglichkeit sich von „Pins“, also Fotos und Bildern, inspirieren zu lassen und Ideen aufzugreifen. Das Netzwerk besteht aus virtuellen Pinnwänden, auf denen der Nutzer seine Bilder präsentieren, und somit sein Profil attraktiv gestalten kann. Insbesondere in den Bereichen der Inneneinrichtung, Rezepte und Stilinterpretationen ist Pinterest ein sehr beliebtes Mittel um sich von Anderen etwas abzuschauen. Mit etwa 250 Millionen Nutzern weltweit und einem Datenpool von 175 Milliarden hinterlegten Bildern, war Pinterest bisher nicht primär auf Monetarisierung aus, was sich jedoch bald ändern könnte.

Advertising auf Pinterest

Bislang konnten in den Ländern der USA, Kanada, Irland, Großbritannien, Neuseeland und Australien bereits Werbeanzeigen auf der Plattform veröffentlicht werden. Seit November 2018 ist dieser Dienst zum ersten Mal in dem nicht englischsprachigen Land Frankreich möglich.  Jedoch haben sich die Anzeigenformate bisher auf Standard-Ads wie Promoted Pins und Video Ads beschränkt. Aber schon bald sollen auch Formate wie Karussell Ads dem Werbetreibenden zur Verfügung stehen.

Wann kann man damit in Deutschland rechnen?

Das Werben ist bereits möglich!
Derzeit steht Pinterest im Aufbau neuer Sales-Teams in Deutschland, Spanien und Italien. Ab 1. April diesen Jahres soll ebenfalls ein neuer Vermarktungschef dafür sorgen, dass das Marketing über Pinterest in den europäischen Ländern voranschreitet.

Chancen für den Werbetreibenden

Für den Werbetreibenden bedeutet das, eine weitere Plattform, und damit eine weitere Zielgruppe, auf der man seine Produkte oder das Unternehmen promoten kann. Positiv hierbei ist, dass nun Nutzer erreicht werden können, die es zuvor schwerer war, durch Advertising im Internet anzusprechen. Denn: Neue Plattform, neue Zielgruppe!

Aber auch die Möglichkeiten, seine Anzeigen zu präsentieren, nehmen zu. Wie zuvor schon beschrieben, konnte man bislang zwischen zwei Anzeigenformaten wählen. Nun wird das Ganze ausgebaut und es stehen einem demnächst insgesamt vier Anzeigenformate zur Verfügung:

Promoted Pins: Sehen äußerlich aus wie herkömmliche Pins, sind allerdings mit dem Hinweis versehen, dass es sich um eine Werbeanzeige handelt und können beispielsweise mit einem Link zur Webseite des Unternehmens versehen werden.

Promoted App Pins: Unternehmen können ihre Apps zum Download mit nur einem Klick auf die Anzeige anbieten.

Promoted Carousels: Mehrere Bilder zum „Durchblättern“ werden dem Nutzer zugespielt.

Promoted Video Pins: Das Bereitstellen von Bewegtbildern soll für mehr Aufmerksamkeit beim Nutzer sorgen.

Lohnt es sich?

Es stehen einem bereits Social-Media-Plattformen mit weitaus größeren Reichweiten zur Verfügung. Lohnt es sich daher, die Vermarktung über Pinterest in Anspruch zu nehmen?

Da es bisher in Deutschland noch nicht möglich ist, lässt sich hier fast nur spekulieren. Allerdings wurde, bevor die Einführung in Europa beschlossen wurde, ein Testlauf mit einigen bekannten, deutschen Marken durchgeführt. So haben Tchibo, Ferrero und Rewe eine Testkampagne für Nutella gestartet, die nach Unternehmensangaben erfolgreich verlief. Außerdem plant Pinterest derzeit den Börsengang und es wird mit einer Gesamtbewertung von zwölf Milliarden US-Dollar gerechnet.