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Mehr ist nicht gleich mehr – „Echte“ vs. „falsche“ Follower!

Ohne Fans beziehungsweise Follower geht nichts, das haben Facebook, Instagram & Co gemeinsam. Doch mehr Follower heißt nicht gleich mehr Erfolg, heißt nicht gleich mehr Reichweite. Gerade private User vergleichen untereinander stumpf Abonnenten-Zahlen und nutzen diese als Selbstwertgefühl-Booster. Doch die Zahl an sich sagt wenig aus. Es gilt, zu differenzieren, woher Likes und Abos kommen. Privatpersonen wie auch Unternehmen sollten überlegen, ob sie mit hoher Followerzahl auf den ersten Blick erfolgreich wirken oder aber eine echte Community um sich herum aufbauen wollen.

Fan oder Egoist?

Ein Großteil der Likes und Follows passiert aus reiner Eigenwerbung heraus. Menschen wollen damit nur auf ihr eigenes Profil aufmerksam machen und entfolgen häufig nach kurzer Zeit wieder. Man kennt ja auch die ominösen „Nice pic!“ und „Awesome!“-Kommentare, die sich gar nicht wirklich auf den kommentierten Inhalt beziehen. Bots verbreiten diese Kommentare tausendfach, um Aufmerksamkeit zu generieren. Vor solchen Fake-Followern ist man nie ganz geschützt, aber man kann es vermeiden, sie aktiv anzuziehen.

Relevante Hashtags

Hashtags (vor allem bei Instagram) bringen Aufmerksamkeit und Likes, weil andere User nach Hashtags suchen – so weit, so gut. Unspezifische Hashtags wie #instagood, #picoftheday und natürlich #follow4follow sind allerdings eine Einladung für Fake-Follower, die kein echtes Interesse am Content mitbringen. Wer nicht gerade nur Selfies postet und schnelle Bestätigung wünscht, sollte die eigenen Inhalte in den Hashtags konkreter beschreiben. Firmen-Accounts, die auf eine Kundschaft im näheren Umkreis (zum Beispiel Oberrhein) bauen, sollten mit englischen Hashtags sparsam umgehen und stattdessen Städte oder Regionen erwähnen.

Dos und Don‘ts bei der Jagd auf Follower

Die perfekte Social-Media-Strategie gibt es nicht. Ausprobieren spielt immer eine große Rolle – mit verschiedenen Inhalten, Hashtags und Post-Zeiten. Werbeanzeigen zu schalten ist legitim und kann mit dem richtigen Knowhow hervorragende Ergebnisse erzielen. Aber: Follower zu kaufen ist keine Lösung. Viele Dienste bieten Follower gegen Geld an, doch mangelt es dann an der Qualität. Verdächtig-exotische Namen und inaktive Accounts in der Abonnentenliste wirken unseriös. So vielen Accounts wie möglich zu folgen, in der Hoffnung, sie folgen zurück, ist auch nur bedingt sinnvoll. Wer keine Fake-Follower will, soll kein Fake-Follower sein. Follower durch Gewinnspiele zu generieren ist denkbar, jedoch heikel, denn diese interessieren sich oft ausschließlich für den Gewinn und nicht für das sonstige Angebot.

Authentisches Interagieren

Ein Schwall von Followern, die nicht interagieren, wird vom Algorithmus bemerkt, genau wie automatisierte Follow/Unfollow-Aktivitäten über Apps. Dadurch kann sich die Gesamtreichweite der eigenen Posts sogar verringern. Echte Follower hinterlassen regelmäßig Likes und authentische Kommentare. Um diese zu gewinnen, sollten die eigenen Posts eine gewisse klare Linie erkennen lassen sowie einen Mehrwert bieten – und sei es nur Unterhaltsamkeit. Natürlich kann man sich auch dem Trick der „Fakes“ bedienen, indem man bei anderen Usern Kommentare hinterlässt, um auf sich aufmerksam zu machen. Wichtig ist, sich dabei innerhalb der eigenen Zielgruppe zu bewegen und vor allem immer authentisch zu bleiben.

Autor: Philipp Stroh